Ich

SpiieLe

xDD Haii Ich hab da n voLL cooLes'z SpiieL:

 

 

 

 

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ViieL Spass'z

16.7.07 14:52, kommentieren

Ich bin ich

 Meine geschichte: Sterben

 

 

 Fast leblos... Mimi ist mit Leib und Seele TH Fan, aber nicht in dem Sinne, das sie oder Bill Meterlange Liebesbriefe schreibt, also behält sie auch als kreischt einzigste Ruhe , als etwas unglaubliches geschieht…
Wie eine Welle schwappten die hysterischen Schreie der Fans über mich hinweg und begruben mich praktisch unter sich. Es war ohrenbetäubend laut. Ausnahmezustand. Noch heftiger als üblich, bei Tokio Hotel Konzerten. Doch diesmal hatte der Lärm einen anderen Hintergrund. Wie gebannt starrte ich auf die Szenerie die sich vor mir auf der Bühne bot. In Zeitlupentempo öffnete sich Tom Kaulitz´ Mund zu einem Schrei, der in denen der kreischenden Mädchen um mich herum, einfach unterging. Seine Augen wurden riesig. Synchron stürmten er und Bassist Georg zur Bühnenmitte und ließen sich fast gleichzeitig, rechts und links neben dem scheinbar leblosen Körper, auf ihre Knie fallen. Gitarre und Bass achtlos neben sich werfend.
Es war unwirklich, komplett skurril, was gerade passierte. In meinem Kopf drehte es sich.
Vor zehn Minuten war doch alles noch okay gewesen.
Ich hatte noch die letzten Takte von „Rette mich“ im Ohr, als Bill mit einem trügerischen Lächeln an den Bühnenrand trat. Das Mikro in der rechten Hand haltend, hob er die Andere und winkte einigen Fans zu, die daraufhin komplett ausrasteten. Gespannt wartete ich auf die Ansage zum nächsten Lied. Es war mein Erstes Konzert dieser Band und allein zu realisieren wer da ein paar Meter vor mir stand, machte es schon schwer, sich auf die Musik zu konzentrieren. Meine Augen waren auf den schwarzhaarigen, spindeldürren Jungen gerichtet der jetzt begann, nervös auf seiner Unterlippe zu kauen.

Die Menge um mich herum schien nichts zu bemerken, und auch die anderen drei  kümmerten sich nicht um ihren Sänger, der plötzlich mit jeder Sekunde panischer blickte. Mir wurde unwohl bei dieser merkwürdig schnellen Veränderung und mit gerunzelter Stirn beobachtete ich, wie Bill das Mikrofon zum Mund führte.
„Leute…ich denke es ist an der Zeit Entscheidungen zu treffen. Ent-Entscheidungen die nicht immer für alle Beteiligten die Besten sind. Ich habe auch eine Entscheidung getroffen. Nämlich…zu gehen.“
Verwirrt bemerkte ich, wie der Junge, mit seiner freien Hand, in die Innenseite seiner schwarz-weißen Lederjacke griff. Ich ahnte nichts Gutes, aber selbst wenn ich gewusst hätte was er vorhatte, hätte ich nichts tun können. Nur hilflos eingequetscht, zwischen hunderten Mädchen, zuguckend auf das warten, was Geschehen würde. Nichts an dem Sänger glich in diesem Moment dem sonst so gefassten Bill Kaulitz. Er wirkte wie ein innerlich zerrütteter, manischer Irrer, wenn er das nicht schon längst geworden war. Im nächsten Augenblick Bandmitglieder zerrte er eine kleine Waffe aus seiner Jacke und hielt sie sich an den Bauch. Eine plötzliche, unheimliche Stille legte sich über die knapp viertausend Fans.
„Ihr wart echt super!“, waren Bills letzte, hilflose Worte, bevor er ängstlich die Augen zusammenkniff und abdrückte. Der Schuss zerschnitt die Stille und sofort breitete sich Blut auf dem weißen T-Shirt des Sängers aus. Ohne einen weiteren Laut sackte er in sich zusammen. Wie eine Marionette, der man die Fäden durchtrennt hatte. Die Pistole schlitterte ein paar Schritte weiter und blieb dann, unschuldig in der Sonne glitzernd, liegen. Keine drei Sekunden später begannen die Leute um mich herum wieder zu schreien. Aber jetzt hörte ich den panischen Unterton beim Anblick der Leiche, der in den vielen Stimmen mitschwang. Meine eigene Panik hielt sich in Grenzen. Sie war eigentlich gar nicht vorhanden.

Es war zweifelhaft und lächerlich, was für eine Show Bill dort oben abzog. Ein Schuss in den Bauch, das hätte er auch besser machen können. Zudem war ich mir sicher, dass die Pistole keinesfalls geladen war. Mit großer Sicherheit, war das Magazin leer.
„Er ist nicht tot!“, versuchte ich das Mädchen neben mir zu beruhigen, das sich einfach an meine Schulter gelehnt hatte und hemmungslos heulte, wobei sie etwas von Selbstmord und ihrem eigenen Tod faselte. Ihre bereits geröteten Augen starrten mich entsetzt an.
„Bist du bescheuert? Er i-ist doch…da…der Schuss und a-alles…“
Ich nickte wissend und tätschelte ihr den Kopf.
„Hast du nicht gesehen dass Bill knapp eine Sekunde zu früh abgedrückt hat? Bevor der „Knall“ überhaupt kam?“
Kurze Pause.
„Du hast kein Herz!“, schrie mir das Mädchen ins Gesicht und drehte sich von mir weg. Ich zuckte bloß die Schultern. Wahrscheinlich hatte sie Recht. Ich hatte kein Herz. Ich schrie nicht so hirnlos wie die anderen Fans, wenn ich Tokio Hotel sah. Ich rastete nicht komplett aus und musste von Sanitätern in „Rettungszelte“ verfrachtetet werden und ich behielt die Ruhe, wenn sich der momentane Lieblingssänger der deutschen Mädchen auf der Bühne erschoss. Ich hatte ja noch nicht einmal geheult als meine Oma gestorben war, aber das war jetzt unwichtig. Viel wichtiger war, dass sich Bill Kaulitz dort oben nicht umgebracht hatte.
Inzwischen war Hektik ausgebrochen. Securitys versuchten die aufgebrachten Fans zu beruhigen und eine Massenhysterie zu verhindern. Mit allen Mitteln wurden die Mädchen wie Kühe durch schnell aufgerichtete Gatter gescheucht, um unversehrt zum Ausgang zu gelangen. Auch mich schoben sie mit sanfter Gewalt Richtung Absperrungen. Durch eine Lücke der dicht drängelnden Menschen, erhaschte ich nochmals einen Blick auf die Bühne, auf der mittlerweile Sanitäter eine Trage herbeigeschafft hatten und Bill weggetragen wurde. Daneben ging Tom.

Mit ausdruckslosem Gesicht und schneeweiß, folgte er seinem „toten“ Bruder. Ich ärgerte mich über die Dummheit der Mädchen und die Naivität mit der sie hinters Licht geführt wurden. Waren sie denn wirklich alle so dumm? Sie gafften doch sonst stundenlang irgendwelche Bilder ihrer Stars an und fanden jede noch so kleine Winzigkeit an den Fotos. Und jetzt hatten sie noch nicht einmal bemerkt, dass sie so verarscht wurden. Meine Wut richtete sich ebenfalls auf Bill, der damit nicht nur Schlagzeilen machte, sondern auch das Leben seiner „Fans“ aufs Spiel setzte. Aber soweit dachte er natürlich nicht.
„Ich wette unter seinem T-Shirt klebt ein Beutel mit Kunstblut.“, murmelte ich vor mich hin während ich den anderen durch die provisorischen Gänge folgte. Ein solches Beutelchen Kunstblut, welches in jedem Film mittlerweile unabdingbar ist. Überall wird doch bloß noch geballert. Nicht unklug Bills Taktik, doch immer noch leicht zu durchschauen. Außerdem musste er Mitwisser gehabt haben. Jemand, der den Schuss imitiert hatte. Zornig blickte ich auf und erreichte das Ende des Gatters. Tausende Mädchen strömten verwirrt, meiste heulend durch die Gegend und suchten nach Freunden, Geschwistern, Eltern oder einfach nur nach einer Erklärung für das Geschehene. Und eine Erklärung würden sie bekommen. Ich würde die Sache nicht totschweigen. Ich würde an die Öffentlichkeit gehen und Deutschland sagen: Bill Kaulitz hat keinen Selbstmord begangen!

Ich ging den Gang entlang. Ich kannte mich hier so gut aus. Schon oft war ich im AWD-Dome gewesen, bei der Tischtennisweltmeisterschaft, bei einem Greendaykonzert und an Girlsday. Da kam es über mich-ich wusste wie ich unbemerkt in die Backstagebereiche  kam. Ich lief schnell den Gang zurück. Da, hinter dieser Tür war die Besenkammer, durch die abermals eine Tür führte. Ich schlüpfte durch die Tür. Dann ging ich durch den Raum und öffnete die Tür. Dass war wahrscheinlich der Privatraum von TH. Ich huschte durch den Raum. Dort war eine Tür! Auf der anderen Seite hörte ich Stimmen. Aber sie klangen nicht belustigt, so wie ich es mir vorgestellt hatte, nein, sie waren voller Trauer, eine von ihnen weinte. Ich steckte meinen Kopf vorsichtig durch die Tür. Dort saß Tom, zusammen gesackt wie ein Häufchen Elend, daneben die anderen TH Boys. „Wie konnte er nur?“, weinte Tom und schlug mit der Faust gegen die Wand. Gustav starrte an die Decke, Georg zu Boden. Sie hatten mich immer noch nicht bemerkt. Plötzlich kam ein Sanitäter herein. Er musterte Tom und sagte leise „:Er kommt durch!“ Tom blickte auf. In seinen Augen sah ich einen Funken Hoffnung. Er wischte sich eine Träne aus dem Auge und stand auf. Gustavs und Georgs Blicke verfolgten ihn. „Kann ich zu ihm?“, fragte er und sah den Sanitäter bettelnd an. Der schüttelte den Kopf. „Er ist immer noch bewusstlos, die vom Krankenhaus sind ziemlich schnell gekommen und haben ihn operiert. Die Kugel hat sich zum Glück nicht tief in sein Fleisch gebohrt!“, antwortete dieser und ging wieder hinaus. Tom fiel zurück in den Sessel. Ich beobachtete das ganze Schauspiel mit Tränen in den Augen. Ich schniefte auf. Gustavs Kopf wirbelte herum und er starrte mich entgeistert an. Ich bekam einen roten Kopf. Nun drehten sich auch die beiden anderen zu mir um. Fassungslos starrten sie mich an. Ich räusperte mich. Tom stand auf und fauchte mich an „: Was hast du alles gehört?“ „Alles…“, flüsterte ich. Tom zog mich ins Zimmer. „I-ich dachte das war nur Kunstblut!“, stammelte ich und Georg starrte mich finster an. „Tja, falsch gedacht!“, knurrte er und wischte sie verstohlen eine Träne aus dem Auge. „Ich halts nicht aus!“, schrie Tom uns stürmte aus dem Zimmer in den Raum wo Bill lag, ich hinterher. Gustav und Georg blieben sitzen. Ich trat in das Krankenzimmer und erstarrte. Bill lag auf einem Bett, ein Tropf neben. Tom ging langsam auf Bill zu. Ich trat neben Tom. Da öffnete Bill die Augen. Er war Käseweiß im Gesicht. „Hey…“, flüsterte er und versuchte zu lächeln, doch er brachte nur eine verzehrte Grimasse zustande. Ich weinte. Ich konnte diesen Bill nicht mehr sehen. Nein, das war selbst für mich zuviel. Ich drehte mich, lief so schnell ich konnte aus dem Zimmer ohne mich noch jemals umzudrehen…

 

 

Jetzt rockt Bill schon wieder auf der Bühne, zusammen mit seinen Bandkollegen und räumen einen Preis nach dem anderen ab. Nur die Narbe wird Bill noch sein Leben lang an seine Dummheit erinnern…

30.6.07 20:39, kommentieren